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Bauhaus100 - Aus Thüringen in die Welt

2019 feiert Deutschland das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses. 1919 wurde die legendäre Kunst- und Architekturschule in Thüringen, im Zentrum von Deutschland, gegründet.

Noch heute inspirieren die Bauhaus-Ideen Architekten, Designer und Künstler weltweit und wirken in unserem Alltag fort.

Zum großen Bauhaus-Jubiläum bietet Thüringen eine inspirierende Entdeckungsreise: dorthin, wo alles begann. Hier formte sich eine künstlerische Revolution im Zeichen einer neuen Zeit. Der Aufbruchsgeist und die Lust am Experiment von Bauhaus und Moderne sind hier heute noch erfahrbar.

Am 6. April 2019 wird das neue bauhausmuseum weimar eröffnet. Weitere zahlreiche Sonderaustellungen in ganz Thüringen widmen sich den Bauhäuslern und dem für seine Zeit so revolutionäre Design.

Weimar: Wiege des Bauhauses und Weimarer Moderne

Im Jubiläumsjahr 2019 eröffnen am Weimarhallenpark das bauhaus museum weimar und direkt in der Nähe das Neue Museum Weimar mit umfassenden Ausstellungen zur Geschichte der Moderne. Bis 2020 entsteht das Haus der Weimarer Republik und die Ausstellung zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus bezieht dauerhaft Räumlichkeiten im ehemaligen »Gauforum«.

 

 

Jena: Auf den Spuren von Gropius, Neufert und Wagenfeld

Jena zeigte sich Anfang der 1920er Jahre äußerst aufgeschlossen gegenüber den Ideen der künstlerischen Avantgarde und dem Experimentellen am Weimarer Bauhaus. Es herrschte ein reger geistiger Austausch, der dem Kunstleben in Jena wichtige Impulse vermittelte, wirtschaftlichen Aufschwung beförderte und Jena als kunstoffene Stadt bekannt machte. Von der Kreativität, der Aufbruchstimmung und der Lust an Innovation zeugen heute die Jenaer Kunstsammlung ››› seite 37, zwei in alter Schönheit wiederhergestellte Gropius-Wohnhäuser, modernes Jenaer Glasdesign und eine lebendige Kunstszene.

Erfurt: Kunst und Textilhandwerk im Zeichen des Experiments

Erfurt liefert jede Menge Bauhaus-Stoff – im wahrsten Sinne des Wortes. Hier zeigt das Margaretha-Reichardt-Haus im Ortsteil Bischleben das Lebenswerk der Bauhausabsolventin. Erfurt stand nicht nur in engem Austausch mit dem Weimarer Bauhaus, es entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert selbst zu einem Brennpunkt moderner Kultur. Industrielle, Mäzene und der örtliche Kunstverein schufen wichtige Foren für die Avantgarde und ihre Werke – bei einem Spaziergang durch die Stadt stößt man auch heute noch auf sie. Darüber hinaus prägen Büro- und Geschäftsgebäude sowie Wohnviertel im Stil der Klassischen Moderne das Stadtbild der Thüringer Landeshauptstadt.

Gera: Frühmoderne und Neues Bauen

In Gera begegnet man dem Bauhaus, seinen Wegbereitern und Zeitgenossen nicht nur im Museum. Bauten von Henry van de Velde, seinem Schüler Thilo Schoder und Kollegen prägen das Stadtbild. Dank Schoders umtriebigem Schaffen weist Gera heute die größte Dichte an Baudenkmälern aus der Bauhaus-Zeit in Thüringen auf. 53 Bauten hat er hinterlassen – 11 der wichtigsten können bei speziellen Stadtführungen zum Thema »Bauhaus und Neues Bauen in Gera« erkundet werden.

Weimarer Land: Inspiriert von Feininger und anderen Meistern

Wie eine idyllische Dorfkirche zur »Kathedrale der Zukunft« avancierte, wie das Weimarer Land den Bauhaus-Meister Lyonel Feininger inspirierte, wie Ernst Neufert mit neuen Standards die Architekturlehre revolutionierte und der moderne Zeitgeist in Apolda noch heute fortbesteht – all das und vieles mehr lässt sich bei einem Ausflug ins Weimarer Land erfahren.

 

 

Bauhaus-Keramik in Bürgel und Dornburg

Auf der Suche nach einem Standort für die Keramikwerkstatt des Bauhauses erfuhr Walter Gropius 1920 von dem alten Marstall in Dornburg. Das Gebäude in der Nähe der Dornburger Schlösser stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde als Marstall für die Pferde des Großherzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach errichtet. Es war für die Nutzung als Töpferei hervorragend geeignet. In Dornburg betrieb zudem Max Krehan zu der Zeit eine Keramikwerkstatt. Er war bereit, die handwerkliche Ausbildung der Bauhaus-Studenten zu übernehmen. So zog die Bauhaus-Töpferei nach Dornburg. Krehan zur Seite stellte Gropius den Formmeister Gerhard Marcks. Viele der bedeutendsten und für die Entwicklung der Keramik des 20. Jahrhunderts einflussreichsten Keramiker absolvierten ihre  Ausbildung bei Marcks und Krehan. Zu ihnen zählen Theodor Bogler, Otto Lindig, Marguerite Friedlaender und Werner Burri.

Probstzella - Übernachten im Bauhausambiente

Im Süden, direkt an der bayerischen Grenze, liegt das größte Bauhausdenkmal Thüringens. Das "Haus des Volkes" wurde in den 1920er Jahren vom Bauhausmeister Alfred Arndt im Auftrag des Industriepioniers Franz Itting im Zuge der Volkshausbewegung errichtet. Heute erstrahlt das restaurierte Gebäude im neuen Glanz und erwartet als Bauhaushotel seine Gäste.

Bauhaushotel "Haus des Volkes" mit Ausstellung, Führung und Museum

Einmalige Schlemmer-Ausstellung in Gotha

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha nimmt das Bauhaus-Jubiläum 2019 zum Anlass, sich mit ihrer Jahreshauptausstellung an dem Gedenkjahr zu beteiligen und mit Oskar Schlemmer einen der wichtigsten Bauhausmeister in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken. Es wird die erste monographische Ausstellung zu Schlemmer in den neuen deutschen Bundesländern sein.

 

 

Pössneck - auf den Spuren des Reformarchitekten Heinrich Tessenow

In der Stadt Pößneck befindet sich der wohl weltweit umfangreichste erhaltene Bestand an Bauten nach Entwürfen von Heinrich Tessenow. Tessenow zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Reformarchitektur. Die Pößnecker Bauten aus den Jahren 1920 bis 1923 gelten als frühes und umfassendes Beispiel des kommunalen Wohnungs- und Städtebaus.

Schauwohnung 2019 und Führungen

Tessenow-Ausstellung

 

Leuchtenburg präsentiert Moderne in der Porzellangeschichte

Zeitlos, sachlich, funktional: die Leuchtenburg präsentiert noch nie gezeigte Designschätze aus der bedeutenden Sammlung Högermann. Was bislang ein Geheimtipp unter Designkennern war, wird vom 1. April bis zum 31. Oktober 2019 erstmals im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen sein. Gezeigt werden Porzellanikonen und -raritäten aus der Bauhaus-Ära sowie vom Bauhaus inspiriertes Porzellandesign der Nachkriegszeit.

 

Bauhaus-Mappen im Lindenaumuseum Altenburg

Eine der bedeutendsten Sammlungen von illustrierten Mappenwerken des Spätexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit beherbergt das Lindenau-Museum im ostthüringischen Altenburg in seiner Grafischen Sammlung. Es zählt zu den wenigen Häusern, die im Besitz der vier editierten »Bauhaus-Mappen« sind. Diese zwischen 1922 und 1924 veröffentlichten Druckwerke versammeln Arbeiten von Bauhäuslern und Avantgardekünstlern Europas und sollten dem Bauhaus seinerzeit Einnahmen sowie eine stärkere öffentliche Präsenz verschaffen. Sie werden das Kernstück der Sonderausstellung im Bauhausjahr sein.

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Dietrich Kerstin

Kerstin Dietrich

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084 Erfurt

Telefon: (0361) 37 42 203
Fax: (03 61) 37 42 299

weitere Informationen zum Thüringen-Programm im Bauhausjahr 2019 hier